Vitamin D2 Quelle Pilze und Vitamin D3 Quelle Sonnenlicht – Germedi Vergleich

Vitamin D2 oder D3? Unterschiede, Wirkung und die richtige Wahl

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Vitamin D2 oder D3? Unterschiede, Wirkung und die richtige Wahl

Auf Vitamin-D-Präparaten steht oft entweder „D2" oder „D3". Beide Formen erhöhen den Vitamin-D-Spiegel, unterscheiden sich aber in Herkunft, Stoffwechselweg und darin, wie zuverlässig sie den Blutspiegel anheben. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede und wann welche Form sinnvoll ist.

Woher kommen Vitamin D2 und D3?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unterscheidet zwischen dem pflanzlichen bzw. in bestimmten Pilzen vorkommenden Ergocalciferol (Vitamin D2) und dem in tierischen Lebensmitteln vorkommenden Cholecalciferol (Vitamin D3).

Vitamin D3 ist außerdem die Form, die der Körper selbst in der Haut bildet, wenn UVB-Strahlung auf unbedeckte Haut trifft. In Nahrungsergänzungsmitteln stammt Cholecalciferol meist aus Wollwachs (Lanolin) von Schafwolle und ist damit tierischen Ursprungs; mittlerweile gibt es aber auch aus Flechten gewonnenes, veganes Vitamin D3.

Was passiert im Körper mit D2 und D3?

Beide Formen werden im Dünndarm aufgenommen und über die Leber in 25-Hydroxyvitamin D umgewandelt – dieser Wert wird auch im Blut gemessen, um die Vitamin-D-Versorgung einzuschätzen. Anschließend erfolgt in der Niere die Umwandlung in die hormonell aktive Form.

Wichtig für ein genaues Verständnis: Aus D2 entstehen 25-Hydroxyvitamin D2 und 1,25-Dihydroxyvitamin D2, aus D3 entsprechend 25-Hydroxyvitamin D3 und 1,25-Dihydroxyvitamin D3. Der Stoffwechselweg ist sich sehr ähnlich, es handelt sich aber nicht um identische Moleküle.

Kurz gesagt: Beide Formen liefern Vitamin D. Vergleicht man aber, wie stark und wie lange sich der 25(OH)D-Spiegel im Blut anheben lässt, spricht die aktuelle Studienlage insgesamt eher für Vitamin D3.

Gibt es einen echten Unterschied in der Wirkung?

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse (van den Heuvel et al., Advances in Nutrition, 2023), die 20 vergleichende Studien auswertete, kam zu dem Ergebnis, dass Vitamin D3 den Gesamt-25(OH)D-Spiegel im Schnitt deutlich stärker anhebt als Vitamin D2 – bei täglicher Einnahme lag der Unterschied bei rund 40 % zugunsten von D3.

Das bedeutet nicht, dass D2 wirkungslos ist: Für die Behandlung eines nachgewiesenen Mangels wird D2 ebenfalls eingesetzt, insbesondere wenn eine tierische Herkunft vermieden werden soll. Ohne besondere Ernährungsanforderungen wird in der Praxis aber häufiger zu D3 gegriffen.

Für Veganer und Vegetarier: Welche Form passt?

Wer sich streng vegan ernährt, kann auf Vitamin D2 oder auf als „vegan" gekennzeichnetes, aus Flechten gewonnenes D3 zurückgreifen und sollte klassisches, aus Lanolin gewonnenes D3 meiden. Wichtig: „D3" bedeutet nicht automatisch tierischen Ursprungs – die tatsächliche Herkunft steht auf der Verpackung. Bei Kapseln lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Hülle, da Gelatinekapseln meist tierischen Ursprungs sind.

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Wie viel Vitamin D braucht ein Erwachsener in Deutschland?

Personengruppe DGE-Referenzwert (Schätzwert) Entspricht
Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche, Erwachsene 20 µg/Tag 800 I.E./Tag

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt diesen Schätzwert für eine angemessene Zufuhr an, falls keine körpereigene Bildung durch Sonnenlicht stattfindet. Bei regelmäßigem Aufenthalt im Freien deckt die körpereigene Hautsynthese normalerweise 80–90 % des Bedarfs; über die übliche Ernährung werden nur etwa 2–4 µg pro Tag aufgenommen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die tolerierbare Obergrenze (UL) für Erwachsene, Jugendliche ab 11 Jahren sowie Schwangere und Stillende auf 100 µg (4.000 I.E.) pro Tag festgelegt; für Kinder von 1 bis 10 Jahren liegt der UL bei 50 µg pro Tag. Der UL bezieht sich auf die Aufnahme aus allen Quellen inklusive Nahrungsergänzungsmitteln.

Wichtig: Referenzwert (Schätzwert) und tolerierbare Obergrenze (UL) sind zwei unterschiedliche Konzepte. Laut BfR stellt der UL keine Zufuhrempfehlung dar – man sollte 4.000 I.E. also nicht als tägliche Zieldosis missverstehen. Bei nachgewiesenem Mangel richtet sich eine höhere Dosierung nach ärztlicher Einschätzung und Laborwerten.

Wie wird Vitamin D am besten aufgenommen?

Vitamin D ist fettlöslich. Die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit oder einem Snack unterstützt in der Regel die Aufnahme, ein nüchterner Einnahmezeitpunkt ist nicht notwendig.

Vitamin D2 oder D3? Schnellübersicht

Situation Eher geeignet
Allgemeine Erwachsene ohne besondere Ernährungsform D3
Möglichst starker und lang anhaltender 25(OH)D-Anstieg gewünscht D3
Vegane Ernährung D2 oder Flechten-D3 (vegan gekennzeichnet)
Tierische Inhaltsstoffe sollen vermieden werden Herkunft von D3 und Kapselhülle prüfen
Mehrere vitamin-D-haltige Präparate gleichzeitig Tagesgesamtmenge zusammenrechnen
Ist Vitamin D2 oder D3 besser?

Beide Formen können einen Vitamin-D-Mangel ausgleichen. Vergleicht man aber, wie stark und wie lange sich der 25(OH)D-Spiegel im Blut anheben lässt, spricht die aktuelle Studienlage insgesamt eher für Vitamin D3.

Können Veganer Vitamin D3 einnehmen?

Klassisches Vitamin D3 wird meist aus Wollwachs (Lanolin) gewonnen und ist damit tierischen Ursprungs. Es gibt inzwischen aber auch Vitamin-D3-Präparate aus Flechten, die für eine vegane Ernährung geeignet sind. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Herkunftsangabe.

Kann man Vitamin D2 und D3 zusammen einnehmen?

Für die übliche Nahrungsergänzung reicht eine Form aus. Wer mehrere vitamin-D-haltige Präparate gleichzeitig einnimmt, sollte die Tagesgesamtmenge zusammenrechnen und die tolerierbare Obergrenze im Blick behalten; bei ärztlich festgestelltem Mangel richtet sich die Dosierung nach der Empfehlung der behandelnden Fachperson.

Wie nimmt der Körper Vitamin D am besten auf?

Vitamin D ist fettlöslich. Die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit oder einem Snack unterstützt in der Regel die Aufnahme.

Quellen
  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) – Referenzwerte für die Vitamin-D-ZufuhrAktueller Schätzwert von 20 µg (800 I.E.) pro Tag für Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche und Erwachsene bei fehlender körpereigener Bildung.Abgerufen am 30. August 2026
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Vitamin D – Sonne und Bewegung fördern eine gute VersorgungDefiniert D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol), erläutert Stoffwechselweg sowie die EFSA-Obergrenzen (UL) und stellt klar, dass der UL keine Zufuhrempfehlung ist.Abgerufen am 30. August 2026
  3. van den Heuvel et al., Advances in Nutrition – Systematisches Review & Metaanalyse zu D2- vs. D3-Supplementierung (2023)Wertet 20 vergleichende Studien aus; zeigt eine im Schnitt deutlich stärkere Erhöhung des Gesamt-25(OH)D-Spiegels durch Vitamin D3 gegenüber D2.Abgerufen am 30. August 2026

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheits- und Ernährungsinformation und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Bei nachgewiesenem Mangel, laufender Behandlung oder besonderen gesundheitlichen Voraussetzungen sollte die Dosierung mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abgestimmt werden.

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